7 Angewohnheiten, die deine Darmgesundheit alarmierend zerstören können

Darmgesundheit - Achtsamkeit ist nicht egoistisch

Unser Darm wird nicht ohne Grund als das zweite Gehirn bezeichnet. Viele Gesundheitsexperten sind sich heutzutage einig, dass viele Krankheiten Ihren Ursprung in einer kranken Darmflora haben.

Die Wissenschaft weiß mittlerweile, dass eine gesunde Darmflora, also alle Mikroorganismen, die den Darm besiedeln, der Schlüssel für eine gute Darmgesundheit ist. 

Die vielen kleinen Bakterien, die im Darm leben, sind lebensnotwendig und stellen eine wichtige Verbindung zu Gesundheit und Krankheit her. Ist das Verhältnis zwischen guten und schlechten Bakterien gestört, kann das zu vielen chronischen Krankheiten, zu Asthma oder diversen Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen.

Die Darmgesundheit beeinflussen wir durch unsere Ernährung und Lebensweise. 

In diesem Artikel findest du 7 Angewohnheiten, die deine Darmflora und das Bakteriengleichgewicht zerstören können.

1. Ungesunde Ernährung

Das Sprichwort „Du bist was du isst“ kennt vermutlich jeder.

Was und wie du isst beeinflusst die Darmgesundheit. Wenn du dich nährstoffreich und leicht verdaulich ernährst, fühlst du dich frisch und energiegeladen, weil deine guten Bakterien im Darm gedeihen können.

Isst du jedoch viele verarbeitete Lebensmittel mit viel zugesetztem Zucker und schlechten Fetten zerstörst du deine gesunden Bakterien und schadest so deiner Darmflora.

Wenn du dann noch dein Essen zwischen Tür und Angel in voller Hektik hinunterschlingst, nimmt dein Körper die wenigen Nährstoffe in diesen Lebensmitteln zusätzlich noch schlecht auf. 

All das führt zu schlechter Laune, ständiger Müdigkeit und (chronischen) Krankheiten.

Damit du öfter vollwertige Nahrung zu dir nimmst, hier ein paar Tipps, um deine Darmgesundheit zu fördern:

  • Vermeide verarbeitete Lebensmittel.
  • Ernähre dich überwiegend basisch mit vielem grünen Gemüse.
  • Vermeide Zucker, denn der füttert die schlechten Bakterien.
  • Iss mehr ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse und glutenfreies Getreide.
  • Vermeide oder reduziere Lebensmittel, die den Darm verschlimmern können wie Milchprodukte, Gluten, Geschmacksverstärker wie Glutamat (MNG).
  • Iss mehr fermentierte Lebensmittel, die deine gesunden Bakterien fördern und strahlen lassen.
  • Kaue dein Essen gut durch, um deine Verdauung zu verbessern.

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2. Alkohol

Alkohol schadet dem Gleichgewicht unseres Darm enorm. 

Er tötet die guten Bakterien ab, erhöht unseren Säuregehalt im Körper und verändert das komplexe Ökosystem im Darm. 

Dadurch wird die Durchlässigkeit des Darms erhöht und das sogenannte Leaky Gut Syndrom entsteht. 

Aufgrund der Durchlässigkeit können teilweise unverdaute Nahrungsreste und größere Giftstoffe durch den Darm in unseren Körper dringen. Dort richten sie enormen Schaden an und lösen Immunreaktionen aus, die zu (chronischen) Erkrankungen führen können.

Außerdem kann dein Körper Nährstoffe viel schlechter aufnehmen, wenn er undicht ist. Das kann zu einem Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen führen und noch mehr Probleme auslösen.

3. Stress

Stress ist heutzutage leider ein ständiger Begleiter im Alltag. Ich kennen keinen, der nicht unter Stress steht – egal ob phasenweise oder im Dauerstress.

Sind wir gestresst, befindet sich unser Körper im „Kampf-Modus“. Da unterscheidet der Körper auch leider nicht zwischen dem Säbelzahntiger aus der Steinzeit, vor dem wir flüchten mussten und den vielen stressigen Alltagssituationen im 21. Jahrhundert.

Bei Stress strömt Blut aus unserem Darm in andere lebenswichtige Organe, um diese mit Energie zu versorgen und so unser Leben zu sichern als wir früher vor einem Säbelzahntiger weg gerannt sind.  Die Aktivitäten im Darm wurden heruntergefahren. Verdauung gehört also nicht zu den lebenserhaltenen Maßnahmen.

Sind wir nun dauernd gestresst, wird unser Darm dauerhaft mit zu wenig Blut versorgt. Als Folge wird zu wenig Magensekret produziert. Und lässt unseren Darm langsam aber sicher immer krank werden.

Den eigen Stresspegel im Blick zu haben und aktiv dagegen etwas zu unternehmen, ist neben der Ernährung besonders wichtig. Probiere hier gern Yoga, Meditation oder andere stressbefreiende Aktivitäten aus. Manchmal reicht es auch einfach schon aus, wenn du ein paar tiefe Atemzüge machst und dich auf das hier und jetzt konzentrierst.

4. Antibiotika und Medikamente

Leider werden heutzutage oft sehr schnell Antibiotika verschrieben. Die meisten von uns sind sich der Folgen davon gar nicht so wirklich bewusst.

Antibiotika und viele andere Medikament töten alle Bakterien im Darm ab – egal ob die schlechten oder guten. Das Gleichgewicht in deiner Darmflora wird gestört.

Falls du täglich Medikamente oder öfter als ein Mal im Jahr Antibiotika nehmen musst, solltest du deinem Darm helfen. Baue deinen Darm wieder auf. Dass kannst du ganz einfach mit probiotischen Präparaten machen. Dadurch werden deine gesunden Bakterien wieder aufgefüllt.

5. Anti-Baby-Pille

Bleiben wir bei den pharmazeutischen Produkten. Die Pille hilft uns zwar nicht schwanger zu werden, allerdings richten orale Verhütungsmittel auf Dauer einen großen Schaden für unsere Darmgesundheit an.

Die Pille senkt dein Vitamin B12-, Folsäure- und Zinkspiegel und tötet gute Bakterien im Darm ab.

Solltest du die Pille nehmen müssen oder wollen, unterstütze deinen Darm mit einer darmgesunden Ernährung. Und vielleicht kannst du deinem Körper auch ab und zu eine Pause von der Pille gönnen oder du findest einen anderen Weg zu verhüten. Dein Darm würde es zumindest freuen.

6. Zu wenig fermentierte Lebensmittel

Fermentierte Lebensmittel liefern unserem Körper Futter für die guten Bakterien und unterstützen deinen Darm.

Falls du wenig bis gar keinen Kefir, Jogurt, Sauerkraut, Miso, Kimchi oder andere fermentierte Lebensmittel isst, verwehrst du deiner Darmflora wichtige Lebensmittel, die deinen Darm gesund halten.

Falls du bereits eine gestörte Darmflora hast, kann es dir helfen regelmäßig fermentierte Lebensmittel zu essen. Denn Dadurch füllst du deine guten und nützlichen Bakterien im Darm wieder auf. 

7. Putzfimmel

Bist du besessen von Sauberkeit? Eine antimikrobielle Handseife im Bad, eine Handdesinfektion in der Tasche und alles ist immer blitzeblank in der Wohnung?

Wenn du solche antibakteriellen Mittel extrem oft nutzt, kann es dir sogar schaden. Denn eine übermäßige Desinfektion führt dazu, dass du nicht genügend Keimen ausgesetzt bist. Und das wiederum verhindert, dass sich dein Immunsystem (weiter-)entwickeln kann.

Auch dadurch kannst du deine Darmgesundheit auf Dauer zerstören.

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